| 15.02.10 - TISCHTENNIS - Viertelfinalrückspiel im ETTU-Cup vor 380 Zuschauern in der Hanauer Main-Kinzig-Halle. Die TG Hanau, die das Hinspiel in Andalusien nach dreieinhalbstündigem Fight mit 2:3 bei 10:11 Sätzen verloren hatte, wollte versuchen, mit der Youngster-Truppe Mengel, Filus und Franziska die Sensation zu schaffen und ins Halbfinale des Europapokals einzuziehen.
Und es lief von Anfang an gut für die Brüder-Grimm-Städter, die durch Steffen Mengels hart umkämpftes 3:2 gegen Carlos Machado (11:6, 9:11, 11:9, 11:13, 11:9) sowie den 3:0-Erfolg von Abwehrkünstler Ruwen Filus gegen Wu Chih-Chi zur Pause mit 2:0 in Front lagen. Filus überzeugte beim 11:8, 13:11, 16:14 gegen Ex-Gönnern-Profi Wu und schlug den untersetzten Taiwanesen in einem richtig guten, spannenden Spiel. Patrick Franziska lieferte im ersten Match nach der Pause dem Ex-Werder-Profi Constantin Cioti einen ganz harten Fight mit dem besseren Ende für den Rumänen in spanischen Diensten, der sich schließlich mit 11:9, 10:12, 5:11, 11:3, 11:9 durchsetzte.
Es blieb spannend in Hanau. Aber dann war wieder Mengel-Time: Der lange Siegerländer machte gegen Wu Chih-Chi den Sack zu und bot beim 11:6, 11:9, 11:7 eine mehr als gelungene Vorstellung. In Hanau hat es also erneut "gemengelt" - 8:0 lautet die fantastische ETTU-Cup-Bilanz des sympathischen 21-Jährigen. Nun freut sich ganz Hanau auf die beiden Hessenderbys gegen Fulda im Halbfinale.
Steffen Mengel selbst war natürlich hochzufrieden: „Es läuft zurzeit einfach Spitze bei mir und der Mannschaft. Ich fühle mich richtig gut bei den Spielen und so locker wie lange nicht mehr. Die Unterschiede sind auf diesem Niveau so minimal, es gewinnt fast immer der, der im entscheidenden Moment cool bleibt. Und das gelingt mir gerade ziemlich gut.“
Erfolgstrainer Helmut Hampl hatte - befragt nach Mengels Leistung - lediglich ein Wort parat: „gut“. Sein Augenzwinkern bei der Antwort verriet aber, dass er gar nicht erst den Versuch machte, nach Superlativen zu suchen für das, was ihn in den letzten Tagen mehr als nur begeistert hat.
Eine weitere frohe Kunde für den „Gönnern-Erben“ aus dem Rhein-Main-Gebiet: Allmählich zeichnen sich Lösungen in den offenen Personalien für die kommende Saison ab. Manager Johannes Herrmann: „Unsere Warteschleife hat etwas länger gedauert als ursprünglich geplant. Aber es sieht nunmehr sehr gut aus. Mitte nächster Woche, vielleicht sogar noch gegen Ende der tollen Tage, werden wir Vollzug melden können. Wir werden nächste Saison, hoffentlich in der DTTL, eine sehr starke Mannschaft haben.“ (DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher). +++
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