Suche nach "abgestürztem Ballon" abgebrochen - "keine Spur, alles negativ"

12.06.10 - FULDA - Knapp drei Stunden lang dauerte am frühen Abend eine umfangreiche Suche im Osten von Fulda, dann brauchen die Beteiligten von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr die Aktion ab. Es gab "keine Spur, alles wars negativ" hieß es von der Polizei. Seit etwa 17.55 Uhr war in der Region östlich von Fulda nach einem möglicherweise "abgestürztem Ballon" gesucht worden. Ein Zeuge aus Bronnzell wollte - so hieß es in einem Notruf an die Leitstelle Fulda - gesehen haben, dass "aufgeblitzt und dann abgestürzt" sei. Seither wurde im Bereich von Fulda-Ziegel, Harmerz,Kerzell aber auch rund um Schloss Fasanerie bei Eichenzell gesucht. Der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 28" wurde als Erster eigens alarmiert und sollte den möglichen Standort finden. Doch mehrere "Runden" in der Umgebung blieben ergebnislos. Sammelplatz aller Beteiligten war der Sportplatz in Bronnzell.

Nachfragen beim Deutschen Wetterdienst und den Ballonfreunden Fulda ergaben, dass es bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen nahezu unmöglich sei, einen Ballon zu starten und man schloss fast gänzlich aus, dass es sich bei dem Objekt um einen Heißluftballon handelte. Auch ein Paraglider, welcher für gewöhnlich im Bereich Eichenzell startet, konnte ermittelt und befragt werden. Auch er schloss bei den vorherrschenden Bedingungen den Start eines Gliders aus.

Mehrere Feuerwehren und Streifenwagen beteiligten sich an der Suche, doch auch von diesen wurde nichts Auffälliges entdeckt. Fast eine Stunde war ab 18:40 Uhr "Ibis 2", ein Hubschrauber der Hessischen Polizei, dabei und suchte die Waldgebiete ab. Rücksprachen mit Ballonfahrern ergaben jedenfalls, dass ihrer Meinung nach "bei der momentanen Witterung kein vernünftiger Ballonfahrer unterwegs ist". Der Grund: viel zu windig, denn Ballonfahrer steigen am liebten am frühen Morgen und frühen Abend auf, wenn es fast Windstille ist.

Wenngleich auch die Polizei "skeptisch" war, was den möglichen Absturz betrifft, so nahm sie dennoch die Beobachtung ernst und wollte "alle Eventualitäten" abklaren. Dazu gehörte auch Kontakt mit dem Betreiber der Internetplattform www.ballon.org, wo fast alle Ballonstarts in Deutschland registriert werden. Auch dort war nichts von einem Ballon im Raum Fulda bekannt. Hinzu kommt noch etwas: üblicherweise werden Ballons von einem Fahrzeug begleitet ("Verfolger"), die ständig Kontakt miteinander haben. Hätte es eine wirkliche Notsituation gegeben, so wären nach Überzeugung der Polizei auch Notrufe abgesetzt worden. "Was da vom Himmel gefallen ist, wird wohl rätselhaft bleiben" hieß es seitens der Polizei. Es könnte sich aber auch um einen Feuerwerkskörper gehandelt haben, zumal mehrere Bewohner der
anliegenden Ortschaften ein undefinierbares Knallgeräusch bestätigten. +++


..auch Feuerwehrleute sind beteiligt

Fotos: Christian P. Stadtfeld

Warten am Bronnzeller Sportplatz....

Polizeihubschrauber "Ibis 2" ....

Zwischenlandung am Stadtrand von Fulda ...



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